Migräne und Ernährung
Die Überprüfung der Ernährungsgewohnheiten halte ich für einen
wichtigen Baustein in der Behandlung der Migräne. Hier gibt es
sicherlich kein Rezept einer Migräne-Diät, es sollen aber einige Dinge
doch aufgezeigt werden.
Über den Stellenwert der Genussgifte wie Alkohol und Zigaretten
möchte ich mich nicht lange auslassen. Für den Migräne-Geplagten muss
gelten einschränken, wenn möglich gänzlicher Verzicht. Vom Alkohol
wissen wir aus den vielen Erfahrungen der Patienten, dass er sogar
häufig eine Migräne-Attacke auslösen kann! Auf der anderen Seite
berichten mir Migräne Patienten, dass sogar schon der Zigarettenrauch
einen Migräne Anfall ausgelöst hat.
Bei unserer Ernährung muss einfach bewusst darauf geachtet werden, ob
nicht auch bestimmte Lebensmittel für einen Migräne-Anfall in Frage
kommen. Da hilft - wie überhaupt wichtig zur Ergründung aller Umstände
einer Migräne - ein Tagebuch zu führen. Eben nicht nur was Art und
Häufigkeit der Migräne angeht, sondern auch die Umstände wie eben die
Ernährung.
Hilfreich und entlastend ist sicherlich der Versuch, durch Reduktion
der Zufuhr von Zucker und Säuren den Organismus zu entlasten. Hier seien
nur Dinge genannt wie tierisches Eiweiß in Form von Fleisch aber auch
Käse oder Milch. Den Abbau der Übersäuerung fördern Stoffe wie das sehr
basische Dinkelgetreide oder auch Basenpulver.
Welchen Stellenwert sog. Nahrungsergänzungsstoffe in der
Migräne-Behandlung haben, ist sicher noch nicht gänzlich geklärt, vieles
auch nicht durch wissenschaftliche Studien sicher belegt. Aus
homöopathischer Sichtweise ist die Zufuhr von Nahrungsergänzungsstoffen
wie Vitaminen, Mineralstoffen und Spurenelementen nicht abzulehnen. Es
erscheint mir aber fraglich, wie die vergleichsweise riesigen Dosen - im
Gegensatz zu den winzigen Impulsen der Homöopathie - in unserem
Zellorganismus verwertet werden sollen. Kritische Stimmen zu diesem
Thema gibt es genug. So wird immer wieder gewarnt, beispielsweise
Rauchern zuviel Vitamin A zu geben, da es wohl die Entstehung von
Lungenkrebs in irgendeiner Weise dosisabhängig (!) zu fördern scheint.
Ein weiterer Hinweis findet sich zu Vitamin C, das - ebenfalls
dosisabhängig - die Wirksamkeit von Chemotherapien in der
Krebsbehandlung zu beeinträchtigen scheint. Daneben soll natürlich nicht
vergessen werden, dass natürlich vielfältige positive Wirkungen
beschrieben sind. Der Versuch, die homöopathische Behandlung der Migräne
durch Nahrungsergänzung zu erweitern, sollte allerdings gemeinsam mit
dem Patienten besprochen und festgelegt werden. Es liegen keine Berichte
vor, dass sich die Kombination negativ auf die homöopathische Behandlung
auswirken könnte.
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