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Die Migräne und der Spannungskopfschmerz
Kommt der Migräne-Patient in unsere Praxis, so muss bei der Erhebung
der Krankengeschichte besonders beachtet werden, handelt es sich
tatsächlich um eine Migräne oder haben wir es bei den Beschwerden mit
einem Spannungskopfschmerz zu tun. Es kommt auch die Mischung aus echter
Migräne und dem Spannungskopfschmerz nicht gerade selten vor.
Zur Stellung dieser Diagnose ist sicherlich keine vollständige
homöopathische Erstanamnese nötig. Eine einfache, gezielte Befragung und
vor allem - ganz entscheidend - eine Untersuchung des Patienten führt
rasch zur Lösung. Es ist der Spannungszustand der Nacken- und
Schultergürtelmuskulatur, der den wegweisenden Hinweis zur
Unterscheidung liefert. Es ist oftmals bei der Befragung schon klar
geworden, dass die berufliche Anspannung oder anderweitiger Stress und
seelische Belastungen ursächlich für den jetzigen Zustand verantwortlich
waren. Ein klärendes Gespräch zu diesen Ursachen und Vorschläge zum
Abbau von Stress oder der Entschärfung bestimmter Situationen scheint
mir hier genauso wichtig zu sein wie die unterstützende Gabe einer
homöopathischen Arznei. Weiter gilt es zu klären, ob sportliche
Betätigung oder die Anwendung von Entspannungstechniken dazu beitragen
können, Beschwerden zu reduzieren. Nicht vergessen dürfen wir den
Einsatz von Maßnahmen wie Krankengymnastik, manueller Therapie und
ähnliches.
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